AMPRO PROJEKT MODULHAUS
AGB

Unsere gültigen  AGB's

 

§1 Leistungsumfang


  1. Der Leistungsumfang für die Grundausführung des Fertighauses, das Gegenstand dieses Vertrages ist, ergibt sich aus, der dem Auftrag zu Grunde gelegten Leistungsbeschreibung.
  2. Von der Grundausführung abweichende Leistungen, werden in ergänzenden Vereinbarungen schriftlich festgelegt.
  3. Über den gem. Ziff. 1 und 2 vereinbarten Leistungsumfang hinaus, können noch folgende Leistungen erforderlich werden, die vom vereinbarten Preis nicht erfasst sind:
  4. Die Ampro Projekt GmbH hat lediglich die Leistungen zu erbringen, die sich aus der Leistungsbeschreibung gemäß Ziffer 1 und ggf. aus ergänzenden schriftlichen Vereinbarungen gem. Ziff. 2 ergeben, auch wenn in zeichnerischen Darstellungen oder Abbildungen, darüber hinaus weitere Ausführungsdetails (Leistungen) dargestellt sind.
    a) Zusätzliche Pläne und Unterlagen, soweit sie nicht bereits gemäß Leistungsbeschreibung vom Hersteller im Rahmen der Bauplanung zur Verfügung gestellt werden.
    b) Aufwendungen für die Erfüllung von Auflagen aufgrund baurechtlicher, oder vergleichbarer Vorschriften, soweit der Hersteller die Erfüllung dieser Auflagen übernimmt.
  5. Die Fertighausfirma hat lediglich die Leistungen zu erbringen, die sich aus der Leistungsbeschreibung gemäß Ziffer 1 und ggf. aus ergänzenden schriftlichen Vereinbarungen gem. Ziff. 2 ergeben, auch wenn in zeichnerischen Darstellungen oder Abbildungen, darüber hinaus weitere Ausführungsdetails (Leistungen) dargestellt sind.


§ 2 Preise und Festpreisgarantie


  1. Der Gesamtpreis ergibt sich als Summe der Einzelpreise für die Grundausführung, gemäß §1 Ziff. 1 und die Zusatzleistungen gem. § 1 Ziff. 2. Etwaige Mehrleistungen gemäß § 1 Ziff. 3, § 3 Ziff. 2 und 7 werden gesondert berechnet.
  2. Der Hersteller garantiert den vertraglich vereinbarten Gesamtpreis als Festpreis für einen Zeitraum von 15 Monaten, gerechnet vom Datum der Auftragserteilung durch den Bauherren. Ist im Rahmen der Auftragserteilung der Festpreis bis zu einem bestimmten Datum garantiert, gilt diese Regelung. Die Festpreisgarantie gilt auch für eventuelle Ergänzungsverträge. Die Festpreisgarantie greift, wenn der erste Aufbautag, innerhalb des vereinbarten Zeitraumes erfolgt, oder der Bauherr die Aufbauvoraussetzungen gem. § 4 mindestens 4 Monate vor Ablauf der Festpreisgarantie erfüllt hat. 
    Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, erhöht sich der Gesamtpreis um 0,5 % pro Monat für den Zeitraum zwischen dem Ablauf der Festpreis Frist und der vollständigen Errichtung des Hauses durch die Herstellerfirma.
    Dies gilt nicht, soweit sich die Errichtung des Hauses aus Gründen verzögert, die der Hersteller selbst zu vertreten hat.


§ 3 Ausführungsunterlagen und Durchführung des Baugenehmigungsverfahrens


  1. Nach der Auftragsbestätigung vom Hersteller beauftragt dieser einen Architekten mit der Konstruktion Festlegung und der anschließenden Erstellung des Bauantrages für Ihr Haus. Im Rahmen der Konstruktion Festlegung, werden der Baukörper, die gewünschten Bauteile, der Grundriss usw. endgültig festgelegt. Nach Erstellung der Bauantragszeichnungen und der statischen Berechnung werden spätere Planänderungen, nach Aufwand gesondert berechnet.
  2. Erforderliche Vermessungsleistungen, auch solche für die Bauantragsstellung selbst, Bodengutachten, Freiflächenplanungen, und gesonderte Planungen zum Bauvorhaben, die beispielsweise auf behördliche Auflagen der Baugenehmigung beruhen, und Prüfgebühren sind gesondert vom Bauherren zu beauftragen und werden gesondert in Rechnung gestellt. Sie sind im Leistungsumfang vom Hersteller nicht enthalten.
  3. Wird die Baugenehmigung bzw. die Baufreigabe für ein Haus rechtskräftig nicht erteilt, so kann der Bauherr den Vertrag nach $ 9 kündigen.
  4. Die von Hersteller zur Verfügung gestellten Unterlagen, bleiben geistiges Eigentum des Herstellers. Sie dürfen ohne Genehmigung von diesem weder veröffentlicht noch für einen anderen als den vereinbarten Zweck benutzt werden.


§ 4 Aufbauvoraussetzungen


  1. Der Bauherr verpflichtet sich, rechtzeitig alles Voraussetzungen für den Aufbau Fertighauses zu schaffen. Dies Voraussetzungen sind erfüllt, wenn:
  2. die Baugenehmigung im vollständigen Original bzw. die Baufreigabe beim Hersteller vorliegt.
  3. die endgültige Festlegung, der von der Grundausführung abweichenden Leistungen abgeschlossen die ergänzenden Vereinbarungen hierüber vom Bauherren unterschrieben beim Hersteller vorliegen.
  4. der Keller bzw. die Fundamentplatte fertig gestellt und die Baugrube verfüllt ist, soweit diese Leistungen nicht im Leistungsumfang beim Hersteller enthalten sind 
  5. Ein eventuell erforderliches Bodengutachten vorliegt.


§5 Baubeginn 


  1. Der Baubeginn des Hauses wird vom Hersteller eingeplant, sobald der Bauherr die Aufbauvoraussetzungen (§4) erfüllt hat. Der Baubeginn wird den Bauherren vom Hersteller schriftlich mitgeteilt. Wünscht der Bauherr nach der Mitteilung des Baubeginns noch Änderungen am Leistungsumfang, ist der Hersteller zu einer Berücksichtigung der Änderungswünsche nicht verpflichtet. Alternativ dazu ist der Hersteller berechtigt, die Änderungswünsche zu berücksichtigen und den Baubeginn entsprechend § 5 Ziff. 2 b) zu verschieben.
  2. Mit dem Bau des Hauses kann frühestens begonnen werden:
  3. nach Vorliegen der vollständigen Baugenehmigung im Original bzw. die Baufreigabe vom Hersteller vorliegt.
    b) nach vollständiger und schriftlicher Festlegung, der von der Grundausführung abweichenden Leistungen /Ausstattungen gemäß § 4 b)
    c) nach Vorlage des Nachweises einer Gebäudeversicherung oder des Versicherungsantrages
    d) 2 Monate nach der schriftlichen Mitteilung über die Fertigstellung des Keller bzw. der Fundamentplatte und der Verfüllung der Baugrube, soweit der Keller bzw. die Fundamentplatte nicht vom Hersteller erstellt wurde.
    e) Nach der Mitteilung, das etwaige bei der Keller bzw. Fundamentabnahme festgestellten Mängel beseitigt sind, soweit der Keller bzw. die Fundamentplatte nicht vom Hersteller erstellt wurde. Der Aufbautermin kann in diesem Fall vom Hersteller neu festgelegt werden.Der Hersteller ist berechtigt, ab Vertragsbeginn, bis zur Hausübergabe, auf dem Baugrundstück ein Bauschild anzubringen, auf dem auf die Firma als Haushersteller verwiesen wird.


§6 Technische Aufbauvoraussetzungen für das Haus


  1. Technische Aufbauvoraussetzungen für das Haus
  2. Maßgenauigkeit
    Der Keller bzw. die Fundamentplatte mit Aussparungen muss genau den Angaben des Planes entsprechen. Die Kellerdecke, bzw. Fundamentplatte muss absolut waagerecht und plan sein innerhalb der angegebenen Toleranzen gemäß DIN 18202. Die vorstehende Bestimmung findet nur Anwendung, wenn der Keller, bzw. die Fundamentplatte nicht von Hersteller erstellt wird
    b) Fundamentabnahme
    Nach der schriftlichen Mitteilung des Bauherren über die Fertigstellung des Kellers bzw. der Fundamentplatte und Verfüllung der Baugrube durch den Bauherren führt der Hersteller eine für den Bauherren kostenlose Überprüfung der Abmessungen durch, wobei die Massgenauigkeit geprüft, sowie die Anfahrtswege und Standplätze für die Schwerlastfahrzeuge und den Montagekran festgelegt werden. Mit der Fertigmeldung des Kellers bzw. Fundamentplatte bestätigt der Bauherr gleichzeitig, dass die baurechtlich notwendigen Abnahmen (z.B. für die Bewehrung) erfolgt sind.
    Wird bei der vorgenannten Überprüfung durch den Hersteller festgestellt, dass die Abmessungen nicht stimmen oder der Keller bzw. die Fundamentplatte noch nicht fertiggestellt sind oder aus vom Hersteller nicht zu vertretenden Gründen eine Überprüfung gar nicht stattfinden kann, ist eine weiter für den Bauherren kostenpflichtige Überprüfung vor Baubeginn notwendig.
     
    Daraus resultierende zeitliche Verschiebungen des Liefertermins gehen zu lasten des Bauherren. Die vorstehende Bestimmung findet nur Anwendung, wenn der Keller bzw. die Fundamentplatte nicht von vom Hersteller erstellt wird.
     
    c) Baustellenbetrieb und Einrichtung
    Der Bauherr hat dafür Sorge zu tragen, dass sowohl das Baugrundstück, als auch die Zuwegung zum Baugrundstück für die Anlieferung des Hauses rechtzeitig vorbereitet wird. (3 Meter breite Zuwegung/ 4,1 Meter Durchfahrtshöhe). 
    Die Baugrube muss durch den Bauherren verfüllt und lagenweise verdichtet sein, die Zuwegung zum Baugrundstück und zur Baustelle, muss so hergerichtet sein, dass Schwerlastfahrzeuge mit starrer Achse von 40 t Gesamtgewicht (Achslast 12,5t) ohne Hilfsfahrzeuge und der Montagekran bis zur Kellerdecke bzw. Fundamentplatte ungehindert heranfahren und der Montagekran mindestens an einer vollen Längsseite des Baukörpers und auf einer ebenen tragfähigen Fläche (Entfernung zum Fundament / Keller ca. 4 Meter Höhendifferenz zwischen Standplatz zur Keller bzw. Fundamentplattenoberkante bis 2m/ 3m breite Zuwegung / 4,1 m Durchfahrtshöhe) aufgestellt werden kann.
    Sollte für die Montage des Hauses ein Kran mit größerer Tragkraft als 25 Tonnen erforderlich sein, so gehen die Mehrkosten zu Lasten des Bauherren.
    Die notwendigen Lager- und Abstellplätze für die Einrichtung der Baustelle sind vom Bauherren kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Beantragung eventuell notwendiger, Absperrmaßnahmen beim zuständigen Ordnungsamt sowie die Durchführung dieser Maßnahmen übernimmt ggf. der Hersteller Anfallende Kosten und Gebühren trägt der Bauherr.
     
    Die während der Bauzeit anfallenden Restmaterialien und Abfälle, werden auf der Baustelle in Containern zusammengetragen. Diese Container werden vom Hersteller, gegen Berechnung, dem Bauherren zur Verfügung gestellt.
    Strom und Wasseranschlüsse und ein Bau-WC müssen in unmittelbarer Nähe der Baustelle vorhanden sein und vom Bauherren kostenlos gestellt werden.
     
    Das Haus wird vom Hersteller besenrein übergeben, die Endreinigung erfolgt durch den Bauherren.
    d) Einrüstung und Zugang
    Beträgt die Höhe zwischen Oberkante Kellerdecke bzw. Fundamentplatte und Oberkante Erdreich mehr als 50 cm (z.B. wichtig bei Hanglage) ist ein Mehrgerüst erforderlich. Die Kosten werden dem Bauherren gesondert in Rechnung gestellt.
    Weiterhin hat der Bauherr für einen unfallsicheren Zugang zur Kellerdecke / Fundamentplatte (im Bereich der Haustür / Terrassentür zu sorgen. Eine Leiter als Zugang ist nicht ausreichend.Entsprechen die betroffenen Einrüstung Maßnahmen bzw. Zugangswege bei Baubeginn nicht den   Unfallverhütungsvorschriften, so ist der Hersteller berechtigt, auf Kosten des Bauherren, die Herstellung der Einrüstung bzw. der Zugangswege vorzunehmen. 

f) Ausschachtungen, Freileitungen
Evtl. auf dem Baugrundstück noch während des Hausaufbaues vorhandene Ausschachtungen müssen unfallsicher abgedeckt sowie von Hindernissen geräumt sein. Freileitungen, die den Montageaufbau behindern, müssen auf Kosten des Bauherren, stromlos geschaltet, oder , falls erforderlich , entfernt werden.
Die erforderlichen Genehmigungen für die Beseitigung bzw. Verlegung solcher Leitungen sind vom Bauherren einzuholen und die Ausführung der Arbeiten zu veranlassen.
Sollten weitere Bauten (z.B. Garagen) die Montage behindern, so ist dies frühzeitig anzuzeigen.
g) Bauanschlüsse
Der Bauherr stellt dem Hersteller auf der Baustelle ab Beginn der Aufbauarbeiten folgende betriebsbereite Anschlüsse unentgeltlich zur Verfügung:

1. Baustromverteilerkasten mit 230 / 400 Volt, bestückt mit einer Steckdose 5 x 16 A und mindestens 2 Steckdosen mit je 16 A. Entfernung nicht mehr als 25 Meter von Standort des Hauses.
2. Wasseranschluss ¾ Zoll. Die Kosten für Strom und Wasserverbrauch, sowie etwa erforderliche Heizenergie während der Aufbauzeit, trägt der Bauherr.
h) Gasanschluss
Bei Einbau einer Gasheizung, lässt der Bauherr den Gasanschluss zum Haus vor Hausaufbau verlegen.
i) Haustechnische Massnahmen
Die Hausanschlüsse bis zu den Zählereinheiten im Hausanschlussräume ist Bauherrenleistung. Der Bauherr hat dafür Sorge zu tragen, das bis zum Hausaufbau die technischen Versorgungsleitungen funktionsfähig zur Verfügung stehen.
Verfügt Ihr Haus über eine Fundamentplatte, sind Leerrohre mindestens 2,5m von der Vorderkante Fundamentplatte zur Einführung von Versorgungsleitungen vom Bauherren herzustellen. Werden die terminlichen Vorgaben nicht eingehalten, so muss die Installationsfirma, eine zusätzliche und für Sie kostenpflichtige Anfahrt disponieren.


§7 Kosten


Der Bauherr trägt die Kosten für die Erfüllung der in § 4 und § 6 genannten Aufbauvoraussetzungen bzw. Pflichten. Erfüllt der Bauherr diese Pflichten nicht, nicht rechtzeitig oder nur unvollständig, so hat er die dadurch , insbesondere bei vom Hersteller , etwas entstehenden Mehrkosten, insbesondere für anfallende Wartezeiten der Arbeitskräfte und Geräte, zu tragen und dem Hersteller zu erstatten. Weiter ist der Hersteller in diesem Fall berechtigt, die erforderlichen Arbeiten selbst durchzuführen und dem Bauherren dafür eine angemessene Vergütung in Rechnung zu stellen. Eine Verpflichtung zur Durchführung dieser Arbeiten trifft den Hersteller jedoch nicht.


§ 8 Gefahrtragung


  1. Wird die Bauleistung vor der Abnahme durch höhere Gewalt, Krieg, Aufruhr oder andere unabwendbare, vom Hersteller nicht zu vertretende Umstände beschädigt oder zerstört, so hat der Hersteller Anspruch auf Vergütung der ausgeführten Leistungen sowie derjenigen Aufwendungen, die bereits für noch nicht ausgeführte Leistungen entstanden sind.
  2. Der Bauherr ist verpflichtet, die auf der Baustelle befindlichen Stoffe, soweit sie bereits in sein Eigentum übergegangen sind sowie das Bauwerk selbst gegen Feuergefahr zu versichern. Sollte vor Übergabe des Hauses ein Feuerschaden eintreten, so ist die Entschädigungsleistung des Versicherers durch den Bauherren an den Hersteller abzutreten, insbesondere dann, wenn der Schaden bereits durch den Hersteller behoben sein sollte. Auf Verlangen vom Hersteller wird die in Satz 1 bezeichnete Versicherung gegen Feuergefahr für Rechnung des Bauherren abschliessen.


§ 9 Kündigung durch den Hersteller


  1. Der Hersteller ist zur Kündigung des Vertrages nur berechtigt, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
  2. a) der Bauherr eine ihm , insbesondere nach § 4 und § 6 , obliegende Leistung nicht erbringt und dadurch den Hersteller außerstande setzt, ihre Leistungen in zumutbarer oder sonstiger Weise rechtzeitig auszuführen.
    b) der Bauherr ein fällige Zahlung nicht innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist leistet oder in sonstiger Weise in Schuldnerverzug gerät
    c) die Baustelle nicht ohne fremde Hilfe über das öffentliche Strassennetz mit einem 40 t , Lkw und einem Kranfahrzeug zu erreichen ist oder die Anfahrtsstrecke nicht für Fahrzeuge von 4,10 m Höhe passierbar ist.
    Die Kündigung bedarf der Schriftform, ist erst zulässig, wenn der Hersteller den Bauherren ohne Erfolg eine angemessene Frist zur Vertragskündigung gesetzt und erklärt hat, dass sie ihm nach fruchtlosen Ablauf der Frist den Vertrag kündigen werde. 
  3. Im Falle der Kündigung kann der Hersteller die bis zur Kündigung erbrachten Leistungen nach den vereinbarten Vertragspreisen abrechnen. Darüber hinaus steht dem Hersteller zusätzlich ein pauschalierter Schadenersatz in Höhe von 10% aus der vertraglich vereinbarten Restvergütung zu, wobei es dem Hersteller unbenommen bleibt, einen höheren Schadenersatz auf Nachweis zu verlangen. Der pauschalierte Schadenersatz steht dem Hersteller nicht zu, wenn der Bauherr nachweist, dass ein Schaden überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger als die Pauschale ist.
  4. Die in Abs. 1 und 2 enthaltenen Bestimmungen lassen die sonstigen Rechte auf Kündigung, Rücktritt vom Vertrag oder auf die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen, die das Gesetz vorsieht, unberührt.


§ 10 Haftung der Vertragsparteien


Schadensersatzansprüche jedweder Art sind sowohl gegen den Hersteller als auch gegen die Organe, Mitarbeiter, Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen vom Hersteller ausgeschlossen, soweit der Schaden durch den Hersteller, deren gesetzliche Vertreter oder deren Erfüllungsgehilfen nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde. Diese Haftungsbegrenzung gilt nicht:

  • für Schadensersatzansprüche aus einer Beschaffenheitsgarantie, die den Bauherren gegen das Risiko von Mangelfolgeschäden absichern soll,
  • für die Haftung von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung vom Hersteller, deren gesetzlichen Vertretern oder deren Erfüllungsgehilfen beruht,
  • für Schadensersatzansprüche nach dem Gesetz über die Haftung für fehlerhafte Produkte,
  • für Schadensersatzansprüche wegen eines Schuldhaften Verstoßes gegen wesentliche Vertragspflichten, soweit durch den Verstoß die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet wird, wobei in diesem Fall bei einfacher Fahrlässigkeit nur für den vertragstypischen, vernünftigerweise vorhersehbaren Schaden gehaftet wird.


§ 11 Fortfall der Geschäftsgrundlage 


Geschäftsgrundlage ist, das die Baustelle auf der das vertragsgegenständliche Gebäude errichtet werden soll, innerhalb Deutschlands liegt. Sollte sich nach Abschluss des Vertrages herausstellen, dass sich der Vertrag auf eine ausserhalb Deutschlands liegende Baustelle bezieht, kann der Hersteller vom Vertrag zurücktreten.


§ 12 Abnahme


  1. Die förmliche Abnahme des Hauses erfolgt unverzüglich nach der Erstellung der in Auftrag genommenen Leistungen. Sollten aus Witterungsgründen der Außenputz oder die Verklinkerung nicht ausgeführt werden können, so berechtigt dies den Bauherren nicht, die Abnahme des Hauses zu verweigern.
  2. Falls eine förmliche Abnahme aus Gründen, die der Bauherr zu vertreten hat, unterbleibt, gilt die Leistung als abgenommen mit Ablauf von zwölf Tagen nach schriftlicher Mitteilung über die Fertigstellung der Leistung. Hat der Bauherr das Haus oder einzelne Räume in Benutzung genommen, so gilt die Abnahme nach Ablauf von sechs Tagen, nach Beginn der Benutzung als erfolgt, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart ist. Die Abnahme gilt, nach den vorstehenden Regelungen aber nur dann als erfolgt, wenn der Hersteller dem Vertragspartner eine angemessene Frist zur Abnahme eingeräumt hat und den Bauherren bei Beginn der Frist auf die vorgesehene Bedeutung seines Verhaltens besonders hinweist.


§ 13 Gewährleistung


  1. Der Hersteller übernimmt die Gewährleistung nach Massgabe der Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (5 Jahre BGB). Die Ansprüche des Bauherren beim vorliegen von Mängeln sind aber auf das Recht auf Nacherfüllung d.h. Beseitigung des Mangels oder Ersatzlieferung nach Wahl vom Hersteller, beschränkt, wobei dem Bauherr ausdrücklich das Recht vorbehalten wird, bei Fehlschlagen den Nacherfüllung Herabsetzung der Vergütung (Minderung) zu verlangen. Die Nacherfüllung ist fehlgeschlagen, wenn der Mangel auch nach dem zweiten Nacherfüllungsversuch noch nicht beseitigt ist.
    Der Hersteller weist den Bauherren daraufhin, dass die Gewährleistungshaftung nur für solche Mängel gilt deren Ursache in der Errichtung des Bauwerkes begründet ist. Sie erstreckt sich daher nicht aus normaler Abnutzung, insbesondere nicht auf Teile und Anlagen, die einem besonderen Verschleiß unterliegen, soweit deswegen eine Reparaturbedürftigkeit eintritt.
    Es obliegt daher dem Bauherren, solche Bauteile und Anlagen durch laufende Wartung in einem ordentlichen Zustand zu halten.Dies gilt vor allem für die Heizungsanlage, die vom Feuer berührten Teile, Oberflächenbeläge und Sanitäreinrichtungen, Dachrinnen, Glasscheiben, Fugenmaterial sowie sämtliche beweglichen Teile wie z.B. Türen- und Fensterbeschläge sowie Rollläden. Auch Anstriche bedürfen einer regelmässigen Erneuerung, wenn Sie die Schutzwirkung beibehalten sollen; dies gilt vor allem für Aussenanstriche.
  2. Der Hersteller stellt dem Bauherren eine Anleitung ( Tipps zur Pflege und zum Selbermachen für das vertragsgegenständliche Haus zur Verfügung), die beschreibt, wie das Bauwerk nach Erstellung auszubauen, zu pflegen und zu warten ist. Die darin beschriebenen Pflege- und Wartungsmaßnahmen hat der Bauherr fachgerecht und zeitgerecht auszuführen. Der Hersteller weist den Bauherren ausdrücklich daraufhin, dass die fach- und zeitgerechte Ausführung dieser Maßnahmen für den Erhalt des Bauwerkes erforderlich ist. Der Hersteller übernimmt keine Haftung und Gewährleistung für Schäden bzw. Mängel, die dadurch entstehen, dass der Bauherr die in der Anleitung beschriebenen Arbeiten nicht fachgerecht ausführt.
  3. Die Luftdichtigkeit wird gemäß DIN 4108 Teil 7 in den Gipskartonflächen , fertig gespachtelt , erreicht. Durchdringungen, die durch den Bauherren vorgenommen werden, sind durch Dichtungsmanschetten etc. selbst abzudichten.


§ 14 Abweichungen, Änderungen und Maße


Der Hersteller behält sich produktionsbedingt Farbabweichungen und geringfügige Ãnderungen in Ausführung und Ausstattung des Hauses vor, sofern diese nach der Verkehrsauffassung als bedeutungslos und zumutbar anzusehen sind.

Das gleiche gilt für Änderungen, die einen technischen Fortschritt bedeuten. In beiden Fällen wird der vereinbarte Gesamtpreis nicht verändert. Die genauen Maße des Hauses sind am Bau zu nehmen.


§ 15 Datenschutz


Hinweis nach dem Bundesdatenschutzgesetz: Der Hersteller ist berechtigt, die vom Bauherren mitgeteilten personenbezogenen Daten zu speichern und im Rahmen der Vertragserfüllung an z.B. Kooperationspartner, Verbindungsarchitekten und Subunternehmer zu übermitteln.


§ 16 Sonstige Vereinbarungen


  1. Der Hersteller ist berechtigt, die Leistungen auch durch ein anderes Produktionswerk oder durch Subunternehmer ausführen zu lassen.
  2. Mündliche Abreden haben nur Gültigkeit, wenn sie durch den Hersteller schriftlich bestätigt wurden.
  3. Mehrere Bauherren erteilen sich hiermit gegenseitig unwiderruflich Vollmacht zur Entgegennahme von (rechtsgeschäftlichen) Erklärungen im Zusammenhang mit dem Vertrag.